Verfasst von: schnackeline | 26. Januar 2012

Wartezeit, die 2.

Nun ist der Anfang der Woche rum. Bis Dienstag Nachmittag hab ich gewartet, es dann nicht mehr ausgehalten und angerufen. Der Chef war natürlich beschäftigt, die Assistentin auf Geschäftsreise und die Dame am Telefon ohne Ahnung von allem. Sie bat mich aber um meinen Namen und meine Nummer und sagte zu, dass der Chef zurückrufen würde.

Also weiter warten….

Eine grausame Nacht hinter mich gebracht saß ich heute früh auf dem Sofa und fragte mich, ob ich wohl noch Chancen auf diesen, für mich so wichtigen, Job hab. Der Chef hatte natürlich nicht zurückgerufen und noch mal anrufen wollte ich irgendwie auch nicht.

Glücklicherweise gibt es ja den Fortschritt der Zeit, die sich eMail nennt. eMails schreiben kann ich, formulieren in der Regel auch also ran an die Tasten und losgetippelt…

Sehr geehrter Herr Chef, ich möchte nicht aufdring….

Telefon klingelt, shit denk ich, hab ich ich grad gar keine Lust drauf… geh natürlich trotzdem ran, die Neugier siegt ;-) .

Was für ein Glück … Neugier ist doch wirklich was Schönes. Am anderen Ende war nämlich … richtig: DER Chef.

Das Gespräch war sehr interessant, wenn auch nicht wirklich befriedigend. Aber ich fass mal kurz zusammen:

  1. Es wurde noch keine Entscheidung getroffen
  2. Alles hängt von einer Mitarbeiterin ab, deren Arbeitsplatz gestrichen wurde und der von der Zentrale nun diesen Job als Ausgleich angeboten wurde.
  3. Diese Mitarbeiterin hat eine Woche Zeit sich zu entscheiden
  4. Wenn die Entscheidung der Mitarbeiterin negativ ausfällt, bekomme
  5. ICH den Job!!!

Aber eben nur, wenn sie sich dagegen entscheidet.

Nun noch mal kurz zum Gespräch. Es war ein wirklich gutes Gespräch. Der Chef hat es bedauert, dass er keinerlei Einfluss auf die Entscheidung hat. Er und auch seine Assistentin hätten gern mich, müssen sich aber der Entscheidung der Zentrale fügen. Allen anderen Bewerbern wurde bereits abgesagt.

Er wird sich – sobald die Mitarbeiterin eine Entscheidung getroffen hat – bei mir melden.

Es heißt also weiter hoffen, beten und Daumen drücken…

 

Verfasst von: schnackeline | 24. Januar 2012

Geschützt: Märchenlust, die 18.

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Verfasst von: schnackeline | 22. Januar 2012

Fertig!

Seit Monaten nähe ich nun schon und trau mich an alles mögliche ran.

Kleidung ist allerdings etwas, was ich mir bis jetzt nicht wirklich allein zutraue. In meinen Nähkursen hab ich zwar schon ein Blusenkleid (fand ich pottenhässlich) und einen Overall genäht (leider noch nicht ganz fertig) aber allein bisher noch nichts für mich zustande gebracht.

Die letzten Wochen hab ich mich nun aber doch mal getraut. Angefangen mit einem Shirt für den Enkelmann, dem dann ein Fleecepulli folgte. Beides alles andere als perfekt aber immerhin passend und tragbar.

Allen Mut zusammengenommen hab ich mich mal an ein Zipfelshirt für mich getraut. Fertig zugeschnitten und soweit genäht erschien es mir allerdings zu groß und zu weit. Also hab ich den Schnitt leicht verändert und unten etwas abgeschnitten… etwas ist gut, es war leider viel zu viel :-) . Nicht ganz so dumm dachte ich mir, nähst Du unten einfach wieder was dran. Dann der Kampf mit dem Halsausschnitt. Und ich hab wirklich gekämpft und zwar richtig gekämpft. Da muss ich im nächsten Nähkurs unbedingt üben und mir das Procedere noch mal genau erklären lassen.

Heute nun hab ich noch schnell die Arme gesäumt und das erste von mir für mich genähte Oberteil anprobiert. Nicht lachen … es ist längst nicht perfekt, nicht mal annährend … aber es ist selbst genäht … von mir für mich ;-)

Verfasst von: schnackeline | 22. Januar 2012

Bäh..

Ich hätte so viel zu tun… leider dröhnt mein Kopf, meine Nase ist zu, mein Magen knibbelt und mir ist kalt. Draußen schüttet es wie aus Eimern und der Manitu hat sich im Schuppen verkrochen um dort seine Werkstatt aufzubauen….

Ey… ich will bedauert werden, ich will mit heißem Tee versorgt und mit einer dicken kuscheligen Wolldecke zugedeckt werden… *jammer*

Verfasst von: schnackeline | 20. Januar 2012

Hm…

…nach über 2 Jahren habe ich heute meine Kartons mit dem Dödelkram aus der Firma aus der Garage geholt und mit nach Hause genommen. Über 2 Jahre hab ich diese Kartons verdrängt. Die wunderschönen Jahre bei dieser, meiner Lieblingsfirma, verdrängt. Fast 18 Jahre hab ich dort gearbeitet. 18 Jahre, die nicht immer nur schön waren, nein 18 Jahre mit vielen Hochs und Tiefs. Jahre, in denen das Betriebsklima extrem toll war und Jahre, in denen es eher 3 Etagen unter der Erde war. Aber egal wie das Betriebsklima war, die Arbeit hat Spaß gemacht. Ich hatte mein eigenes Aufgabengebiet, hatte meine Azubis und einen absolut tollen und fairen Chef. Ich konnte selbstständig meine Verfahren bearbeiten und Entscheidungen treffen.

Jeden Morgen haben wir uns zur „Strategiebesprechung“ getroffen. Strategie hieße es für die oberen 10.000. Eigentlich war es eine ganz normale Abteilungsbesprechung, in der die Post des vergangenen Tages besprochen wurde und einzelne Verfahren noch mal vertieft wurden. Jeder Mitarbeiter hat kurz referiert, was er gerade auf dem Tisch hat und was daran interessant oder auch langweilig ist. Einfach nur damit jeder jederzeit weiß, was aktuell anliegt. Ja, es hat wirklich Spaß gemacht.

Und dann der Schock. Der Vorstand hat beschlossen, dass der Firmensitz in eine andere Stadt verlegt wird. 300 km weit weg… Selbstverständlich hätte ich mitgehen können. Hätte, Wenn und Aber …. es geht schlicht nicht, wenn man Familie hat und selbst wenn es gegangen wäre, ich hätte es nicht gewollt.

Deshalb also der Abschied… ein schwerer Abschied… einer, den ich eigentlich nicht wollte und der mich viel Kraft und Energie gekostet hat. Und auch viel Aufregung und Ärger. Meine persönlichen Habseligkeiten wurden von mir am letzten Tag in ein paar Kartons gepackt und dann hieß es „Auf Wiedersehen“.

Zu Hause wurden die Kartons in die Garage gepackt und nicht mehr angesehen. Bis heute…. Heute wurden sie rausgekramt und ins Auto gepackt. Her gefahren in unser neues Haus… ins neue Leben… in eine neue Zeit. Heute hab ich die Kartons ausgepackt und heute merke ich:

Es tut immer noch weh …

als wäre der Abschied erst gestern gewesen.

Verfasst von: schnackeline | 18. Januar 2012

Bäh…

was ist nur heute los mit mir. Früh um 7.00 Uhr wach ich auf und mir geht’s elendig. Mein Hals schmerzt, mir tut alles weh (was normal ist), ich huste mir die Seele aus dem Laib und auch sonst fühl ich mich angegriffen und matschig. Egal… erstmal aufstehen und einen Tee kochen, die Hunde in den Garten lassen und dann weitersehen.

Eine Stunde später, ich hab einen dicken Pott Tee intus und 1/2 Scheibe Brot gegessen, geht’s mir immer noch nicht besser … ich mich also noch mal hingelegt. Diesmal mit Decke auf’s Sofa.

10.30 Uhr weckt mich der Gatte mit einer Hand auf der Stirn und meint: „Schnacki… Du hast Fieber!“

Na toll! Genau so fühl ich mich nämlich auch. Fiebrig und elend. Dabei wollten wir heute im alten Haus den Keller in Angriff nehmen. Das Anliegen wird also auf morgen verschoben. Trotzdem zieh ich mich an und geh mit den Hunden raus. Immerhin ist es draußen trocken, allerdings auch eiskalt.

Jetzt 14.00 Uhr lieg ich wieder völlig fertig mit einem Pott Tee bewaffnet auf dem Sofa und dröhne vor mich hin…

Wie gut, dass es gestern noch nicht so schlimm war und hoffentlich ist es morgen dann bitte wieder vorbei!

Verfasst von: schnackeline | 18. Januar 2012

Wartezeit

Ich hasse es, ich hasse es, ich hasse es… diese Wartezeiten!

Heute war er, der wohl wichtigste Termin des Monats. Der Termin, in den ich derzeit mein Hoffnung auf eine Rückkehr in das Berufsleben lege.

Um 12.00 Uhr gings los. Gespräch mit dem Chef und seiner Assistentin. Erstmal gab es ein Wasser – ich hätte natürlich auch Kaffee wählen können, aber Wasser ist mir lieber :-) .  Wie wohl fast jedes Vorstellungsgespräch wurde erstmal mit Smalltalk angefangen a la „Wie sind sie hergekommen, das Wetter ist toll und ihre Adresse ist schön“ danach gings dann über in die Beschreibung meines Lebenslaufs mit kurzen Worten. Auch noch normal und regelkonform. Weiter ging es mit der Jobbeschreibung. Die Assistentin erzählte, was mich künfig - sollte ich denn eingestellt werden – erwarten würde. Welche Aufgaben ich übernehmen und was ich sonst noch zu tun hätte.

Alles hört sich sehr gut an, sehr abwechslungsreich und äußerst spannend. Ich könnte in einigen Bereichen selbstständig arbeiten und würde sogar wieder einen eigenen – wenn auch kleinen – eigenen Verantwortungsbereich haben.

Zum Ende des Gesprächs ging es noch um die Arbeitszeiten, das Gehalt und einige organisatorische Dinge.

Entlassen wurde ich mit der Aussage, dass selbstverständlich noch andere Vorstellungsgespräche angesetzt sind und sie sich Anfang nächster Woche melden werden.

Es heißt nun also warten … ich hasse warten. Ich möchte unbedingt diesen Job… unbedingt!

Verfasst von: schnackeline | 17. Januar 2012

Nähen und nähen lassen

Nähen ist mein neues Hobby, das weiß inzwischen wohl jeder, der hier regelmäßig liest. Mein zweites - eigentlich noch viel wichtiges – Hobby ist mein Enkelmann. Wenn nun dieser Enkelmann mit der Nähmaschine zusammentrifft, dann höre ich regelmäßig von ihm, dass er helfen möchte bzw. dass er auch gern nähen möchte.

Was näht man am besten mit einem 3jährigen?

Klar etwas Einfaches.

Wenn dieser 3jährige zufällig eine locker sitzende Hose an hat, macht es Sinn seinem Wunsch nach einem Gürtel zu „entsprechen. Gemeinsam haben wir also ein Gurtband ausgesucht. Die Farbe sollte lt. Enkelmann „blaulich“ sein. Auf das Gurtband mußte zwingend noch ein „Bilderseil“ drauf, so dass auch dieses ausgesucht wurde. An dieser Stelle muss ich tatsächlich mal den Geschmack meines kleinen Mannes loben. Er hat sich ein Webband ausgesucht, was wirklich richtig gut zur Farbe des Gurtbandes paßt.

Der Kleine hat das Webband aufgeklebt und gemeinsam haben wir dann die Nähmaschine bedient. Ich hab das Pedal getreten und er hat das Gurtband mit dem Webband durch die Maschine gejagt. Am Ende noch die Schnallen drauf und fertig war der neue Enkelmanngürtel:

Soweit so gut. Dachte ich… und wollte mich nun endlich mal an mein Shirt machen, was seit Tagen auf dem Nähtisch darauf wartet zusammengenäht zu werden. Leider hab ich die Rechnung ohne den Enkelherrn gemacht, der nämlich den Fleece im großen Karton entdeckte und promt ausgepackte.

Keine zwei Minuten später hatte er einen dunkelblauen flauschigweichen Fleece in der Hand und stand mit seinem “Oma-ich-liebe-Dich-Du-bist-die-beste-Oma-der-Welt“- Blick vor mir:

„Omaaaaa … magst Du mir einen Pullowa davon?… Bitte, bitte, bitte Oma!!!“ 

Ich kann diesem Blick und diesem Tonfall einfach nicht widerstehen, ich kann es nicht :-) . Also suche ich einen Schnitt raus und fange an mit dem Lütten gemeinsam das Schnittmuster auf den Fleece zu übertragen. Leider fällt uns dabei auf, dass wir zu wenig blauen Fleece haben und so macht sich der junge Mann erneut an meine Fleecekiste und sucht passenden Stoff für die Arme raus.

Mehr als das Übertragen auf den Stoff haben wir nicht geschafft, so dass der kleine Mann nach dem Abendessen mit dem Versprechen ins Bett geht, dass der Pulli heute früh fertig sein wird.

Und siehe da… er war fertig und wurde freudestrahlend begrüßt und gleich angezogen:

Schade ist eigentlich nur, dass der Pulli Größe  110/116 sein soll aber trotzdem irgendwie arg knapp ist. Muss ich wohl bald den nächsten Pulli in 1-2 Nr. größer nähen.

Verfasst von: schnackeline | 15. Januar 2012

Das Leben geht weiter…

Muss es wohl… meins hat jetzt jedenfalls Anlauf genommen und geht mit schnellen Schritten in das Jahr 2012.

Angefangen hat es mit unserem Umzug. Ich fühl mich hier sooooo wohl. Es ist herrlich und heimelig.

Weiter ging es damit einige Dinge ins Reine zu bringen. Dinge, mit denen ich seit vielen Jahren kämpfe und die nun an einem Punkt angekommen sind, an dem sie geklärt werden müssen. Ich hab mich dazu durchgerungen und schweren Herzens mit den Menschen, die mir wichtig sind und die mein wirkliches und echtes Vertrauen genießen, zu reden. Glücklicherweise haben sie es alle verstanden, keiner hat mich angeklagt oder verurteilt. Ganz im Gegenteil, sie hatten Verständnis und konnten mein Verhalten ansatzweise nachvollziehen… dafür danke ich Euch, die ihr wißt, wer gemeint ist.

Dann ein weiterer Schritt zum Thema „das Leben geht weiter“. Eine Anzeige für einen 400-Euro-Job sprang mir ins Auge. Uns zwar so direkt, dass sie mich zu meinen schien, mich persönlich. Ich konnte nicht anders, ich hab mich beworben. Vielleicht hab ich Glück und finde so den Wiedereinstieg ins Berufsleben. OK, Vollzeit werde ich nie wieder können aber 10 Stunden die Woche und später bis zu 25/30 Stunden die Woche schaffe ich vielleicht. Egal, was die Ärzte sagen, ich muss einfach raus, ich muss endlich wieder arbeiten und mein Hirn auf Trapp bringen.

Das Schönste daran ist, dass ich bereits zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde.

Heute nun noch ein Schritt ins Leben zurück … oder ein Schritt, der zeigt, dass das Leben weiter geht und ich wieder anfange nach vorne zu sehen. Ein paar Bekannte und ich haben heute beschlossen gemeinsam abzunehmen. Wir werden uns gegenseitig beraten, absprechen, stützen, tragen und halten. Wir wollen gemeinsam abnehmen und ich hoffe von Herzen, dass wir das schaffen. 10 kg hab ich mir vorgenommen. Genau die 10 Kilo, die ich im Laufe der letzten zwei Jahre zugenommen habe.

Und nun liebe Leute… nun heißt es den Manitu davon zu überzeugen am Montag mit mir eine neue Waage zu kaufen. Unsere alte hat der Gute nämlich im Rahmen des Umzugs geschrottet, in dem er einen Standfuss abgebrochen hat. Dumm gelaufen!

Wie ich eingangs bereits erwähnte…. Das Leben geht weiter … gehen wir mit!

Verfasst von: schnackeline | 14. Januar 2012

Geschützt: Märchenlust, die 17.

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