…nach über 2 Jahren habe ich heute meine Kartons mit dem Dödelkram aus der Firma aus der Garage geholt und mit nach Hause genommen. Über 2 Jahre hab ich diese Kartons verdrängt. Die wunderschönen Jahre bei dieser, meiner Lieblingsfirma, verdrängt. Fast 18 Jahre hab ich dort gearbeitet. 18 Jahre, die nicht immer nur schön waren, nein 18 Jahre mit vielen Hochs und Tiefs. Jahre, in denen das Betriebsklima extrem toll war und Jahre, in denen es eher 3 Etagen unter der Erde war. Aber egal wie das Betriebsklima war, die Arbeit hat Spaß gemacht. Ich hatte mein eigenes Aufgabengebiet, hatte meine Azubis und einen absolut tollen und fairen Chef. Ich konnte selbstständig meine Verfahren bearbeiten und Entscheidungen treffen.
Jeden Morgen haben wir uns zur “Strategiebesprechung” getroffen. Strategie hieße es für die oberen 10.000. Eigentlich war es eine ganz normale Abteilungsbesprechung, in der die Post des vergangenen Tages besprochen wurde und einzelne Verfahren noch mal vertieft wurden. Jeder Mitarbeiter hat kurz referiert, was er gerade auf dem Tisch hat und was daran interessant oder auch langweilig ist. Einfach nur damit jeder jederzeit weiß, was aktuell anliegt. Ja, es hat wirklich Spaß gemacht.
Und dann der Schock. Der Vorstand hat beschlossen, dass der Firmensitz in eine andere Stadt verlegt wird. 300 km weit weg… Selbstverständlich hätte ich mitgehen können. Hätte, Wenn und Aber …. es geht schlicht nicht, wenn man Familie hat und selbst wenn es gegangen wäre, ich hätte es nicht gewollt.
Deshalb also der Abschied… ein schwerer Abschied… einer, den ich eigentlich nicht wollte und der mich viel Kraft und Energie gekostet hat. Und auch viel Aufregung und Ärger. Meine persönlichen Habseligkeiten wurden von mir am letzten Tag in ein paar Kartons gepackt und dann hieß es “Auf Wiedersehen”.
Zu Hause wurden die Kartons in die Garage gepackt und nicht mehr angesehen. Bis heute…. Heute wurden sie rausgekramt und ins Auto gepackt. Her gefahren in unser neues Haus… ins neue Leben… in eine neue Zeit. Heute hab ich die Kartons ausgepackt und heute merke ich:
Es tut immer noch weh …
als wäre der Abschied erst gestern gewesen.